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Modularer Messestand nachhaltig gedacht: Effiziente Markenräume durch Wiederverwendung

Messestände werden oft nur wenige Tage genutzt, der Materialeinsatz wirkt jedoch über Jahre nach. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Ressourceneffizienz von Kunden, Beschaffungsteams und Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Dies stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Oft führen einmalige Standbauten zu hohen Abfällen und unnötigen Ressourcenverlusten, was sowohl das Budget als auch die Umwelt belastet. Wie lassen sich Markenauftritte dann so flexibel gestalten, ohne jedes Mal bei null zu beginnen? Eine Antwort darauf sind modulare Messestände und Messesysteme.

Ein modularer Messestand, der nachhaltig konzipiert ist, bietet die Möglichkeit, hochwertige Markeninszenierungen mit einem bewussteren Umgang mit Materialien und Ressourcen zu verbinden. Dieser Beitrag analysiert die Funktionsweise modularer Systeme und zeigt auf, wie Unternehmen ihre globale Präsenz ressourceneffizient gestalten können. Erfahren Sie, welche prozessualen Vorteile die Wiederverwendung bietet und wie sich ökologische Bilanzziele im Live-Marketing realisieren lassen.

Was ist Modularität im Messebau und wie agiert sie als Basis?

Modularität im Bereich der Messearchitektur basiert auf der Verwendung standardisierter Komponenten, die sich flexibel zu unterschiedlichen Raumstrukturen kombinieren lassen. Diese Systeme umfassen Wandelemente, Bodenstrukturen sowie integrierte Lichtlösungen, die für eine langjährige Nutzung konzipiert sind. Ein nachhaltig umgesetzter modularer Messestand zeichnet sich dadurch aus, dass die Grundsubstanz über verschiedene Standgrößen hinweg stabil bleibt. Dieser technische Ansatz bildet das Fundament für eine ressourcenschonende Markeninszenierung in jedem globalen Markt.

Die Nachhaltigkeit modularer Messestände ergibt sich aus einer Kombination technischer Innovationen und prozessualer Optimierungen. Wesentliche Faktoren können dazu beitragen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Voraussetzungen für einen ressourcenschonenderen Markenauftritt zu schaffen:

  • Konsequente Kreislaufführung bzw. die Voraussetzungen für die Wiederverwendung der Basiskomponenten über mehrere Einsätze hinweg.

  • Vermeidung von Einwegmaterialien und schwer trennbaren Verbundstoffen im Standbau.

  • Optimierte Lagerkonzepte zur Reduktion von Logistikaufwand und Transportemissionen.

  • Hohe Anpassungsfähigkeit an variierende Flächengrößen ohne zusätzlichen Materialverschnitt.

Technische Komponenten für die Wiederverwendung

Die Langlebigkeit eines modularen Systems ist ein wichtiger Faktor für dessen Wiederverwendbarkeit, da sie eine längere Nutzung der eingesetzten Komponenten ermöglichen kann. Gleichermaßen entscheidet die technische Qualität der Verbindungselemente maßgeblich über die Lebensdauer eines modularen Systems. Hochwertige Rahmenkonstruktionen erlauben eine präzise Justierung und sorgen für die notwendige statische Sicherheit bei komplexen Aufbauten. Durch die Trennung von Trägerstruktur und grafischer Bespannung wird zudem die Materialeffizienz gesteigert, da nur die kommunikativen Flächen angepasst werden müssen. Diese modularen Wandsysteme bieten somit eine funktionale Basis, die sich flexibel an variierende Standflächen anpassen lässt.

Modulares Standdesign als nachhaltige Strategie

Ein nachhaltiges Standdesign modular zu entwickeln bedeutet, die gesamte Lebensdauer der Materialien bereits in der Entwurfsphase zu berücksichtigen. Die verwendeten Module bestehen aus robusten Materialien, die zahlreiche Montagezyklen ohne qualitativen Verschleiß überstehen. Dieser zirkuläre Ansatz ermöglicht es, die eingesetzte Primärenergie über einen langen Zeitraum zu verteilen. So entstehen die Voraussetzungen dafür, Komponenten über mehrere Einsätze hinweg zu nutzen und an neue Anforderungen anzupassen. Dadurch können Materialien länger im Einsatz bleiben und Ressourcen effizienter genutzt werden.

Modulare Systeme schaffen die technische Grundlage für eine spätere Wiederverwendung. Ob und in welchem Umfang Komponenten erneut eingesetzt werden können, hängt von den jeweiligen Projektanforderungen und zukünftigen Einsatzmöglichkeiten ab.

Ein modularer Messestand in der Praxis

In der globalen Messeplanung ermöglicht die Modularität eine hohe Skalierbarkeit bei gleichzeitig sinkendem logistischem Aufwand. Zum Beispiel profitieren Unternehmen, die pro Jahr mehrere Veranstaltungen an verschiedenen Standorten bespielen, von der hohen Kompatibilität der Bauteile. Ein modularer Stand, der nachhaltig geplant wurde, reduziert dazu das Risiko von Transportschäden, da die Komponenten für den häufigen Umschlag optimiert sind. Eine koordinierte Lager- und Logistikplanung unterstützt dabei, Materialflüsse effizient zu gestalten und bestehende Systeme flexibel an unterschiedlichen Standorten einzusetzen.

Case Study: Skalierbare Markenarchitektur für SEW-EURODRIVE

Die Realisierung des Messeauftritts für SEW-EURODRIVE auf der Hannover Messe verdeutlicht die Effizienz eines durchdachten Baukastenprinzips. In diesem Projekt zeigt sich, wie ein modularer Messestand über Jahre hinweg nachhaltig als stabiler Asset-Bestandteil fungiert. Durch die Nutzung standardisierter Rahmen- und Wandelemente lassen sich auch großformatige Flächen präzise bespielen und flexibel skalieren. Diese Vorteile der wiederverwendbaren Messesysteme führen dazu, dass diese Elemente für zukünftige Einsätze berücksichtigt und an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden können. So werden die Grundlagen für die weitere Nutzung bestehender Komponenten geschaffen. 

Ansicht des SEW-EURODRIVE Messestandes 2024 auf der Hannover Messe mit einem runden LED-Display sowie einem großen Logo und roten Konstruktionselementen.

 

Vorteile und Herausforderungen modularer Messesysteme

Die strategische Abwägung zwischen funktionaler Flexibilität und ökologischem Impact ist für die globale Messeplanung essenziell. Eine strukturierte Gegenüberstellung der Faktoren verdeutlicht die Effizienz modularer Ansätze im professionellen Markenauftritt.

Nachhaltigkeit

Vorteile der Modularität:

Potenzial zur Reduzierung von Materialverbrauch, Abfallaufkommen und Wiederverwendbarkeit durch Entkoppelung von Materialverbrauch und Event-Frequenz.

Potenzielle Herausforderungen:

Erfordert ein proaktives Asset-Management für die langjährige Pflege der Komponenten.

Wirtschaftlichkeit

Vorteile der Modularität:

Budgetstabilität bzw. Potenzial für wirtschaftliche Vorteile bei mehrfacher Nutzung, da die Grundkonstruktion als Sachwert über Jahre abgeschrieben wird.

Potenzielle Herausforderungen:

Höhere initiale Investitionskosten im Vergleich zu einfacheren Einweg-Konstruktionen.

Planung & Design

Vorteile der Modularität:

Hohe Planbarkeit durch wiederkehrende Systemkomponenten und erprobte technische Parameter bei jedem Aufbau.

Potenzielle Herausforderungen:

Die Bindung an systembedingte Rastermaße erfordert eine präzise architektonische Planung.

Flexibilität

Vorteile der Modularität:

Schnelle Reaktion auf kurzfristige Flächenänderungen oder variierende globale Standorte.

Potenzielle Herausforderungen:

Notwendigkeit strategischer Hubs zur fachgerechten Einlagerung der Systemkomponenten.

Die Synergie aus technischer Beständigkeit und prozessualer Anpassungsfähigkeit macht modulare Systeme wie OCTANORM oder C8 zu einem wertvollen Instrument der nachhaltigen Live-Kommunikation. Durch eine vorausschauende Planung lassen sich systembedingte Rahmenbedingungen optimal für eine konsistente Markenpräsentation nutzen.

Projekte wie der Messeauftritt von SEW-EURODRIVE zeigen, dass die Potenziale modularer Systeme insbesondere dann sichtbar werden, wenn Markenauftritte über mehrere Jahre hinweg weiterentwickelt werden. Langfristige Nutzungskonzepte schaffen die Grundlage dafür, bestehende Komponenten erneut einzusetzen und ihre Nutzungsdauer zu verlängern.

Warum Modularität das Plus für Nachhaltigkeit ist

Die strategische Entscheidung für modulare Systeme ist eine notwendige Reaktion auf die Ressourcenknappheit und die globalen Klimaziele. Modularität agiert hierbei als technologischer Wegbereiter für eine zirkuläre Wirtschaft im Bereich der Live-Kommunikation. Durch ihre Flexibilität und Wiederverwendbarkeit schaffen unsere modularen Systeme die Voraussetzungen dafür, Materialien länger im Einsatz zu halten. Welches Potenzial sich daraus ergibt, hängt von Faktoren wie Projektanforderungen, Lagerung und zukünftigen Einsatzmöglichkeiten ab. Für viele internationale Markenauftritte sind modulare Systeme daher ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu ressourcenschonenden Lösungen. 

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Alejandra Montes Gonzalez
Alejandra Montes Gonzalez ist Sustainability Officer bei ET GLOBAL für Themen rund um Nachhaltigkeit im Messe- und Eventbereich. In ihren Beiträgen zeigt sie, wie nachhaltige Lösungen praxisnah und transparent umgesetzt werden können.