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Detailaufnahme eines octanorm Aluminium-Systemprofils mit präziser Rasterstruktur, das als tragendes Element für modulare Markenräume im Messebau verwendet wird.

Die Zukunft modularer Markenräume im Messebau

ET GLOBAL im Interview mit octanorm

15. April 2026

Modulare Markenräume, nachhaltiger Messebau und erlebnisorientierte Konzepte prägen die Zukunft von Messeauftritten. Gemeinsam mit Benjamin Bruder, Geschäftsführer der OCTANORM-Vetriebs-Gmbh und ospi Präsident, werfen wir in diesem Interview einen Blick auf die Entwicklung der Branche, technologische Innovationen und die Rolle modularer Systeme als strategische Infrastruktur für moderne Markenkommunikation.

Geschäftsführer von octanorm steht in einem modernen, modular aufgebauten Messeumfeld mit LED‑Lichtelementen und reflektierenden Flächen, exemplarisch für modulare Markenräume im Messebau.

 

Partnerschaftliche Zusammenarbeit von ET GLOBAL und octanorm

ET GLOBAL:

ET GLOBAL und octanorm arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Was macht diese Partnerschaft aus Ihrer Sicht besonders, und wie hat sie sich über die Zeit entwickelt?

Hände montieren und demonstrieren ein octanorm Aluminiumprofil auf einem Tisch, das als technisches Systemelement für modulare Markenräume im Messebau eingesetzt wird.

 

Benjamin Bruder:

Diese Partnerschaft zeichnet sich vor allem durch Verlässlichkeit, Innovationskraft und ein gemeinsames Qualitätsverständnis aus. ET GLOBAL schafft aus technischen Möglichkeiten starke Markenerlebnisse – und octanorm liefert dafür die flexible, hochwertige und wirtschaftliche Basis.

Mit Blick auf die gemeinsame Entwicklung wird deutlich, dass sich auch die Anforderungen an Systemlösungen verändert haben:

Früher stand stärker die technische Funktion im Vordergrund. Heute geht es um integrierte Lösungen – von Design, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit bis hin zur internationalen Einsetzbarkeit. Das funktioniert nur, weil beide Unternehmen den Anspruch haben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

Messebau im Wandel: von der reinen Fläche zur strategischen Markenplattform

ET GLOBAL:

Wenn Sie auf die letzten 10-15 Jahre im Messebau zurückblicken: Welche Veränderungen haben Sie in der Branche am stärksten wahrgenommen? 

Benjamin Bruder:

Die Branche ist deutlich anspruchsvoller geworden. Messeauftritte sind heute stärker Teil der Markenführung, erlebnisorientierter in der Umsetzung und zugleich effizienter in Planung, Logistik und Budget.

Ein besonders prägender Faktor sei dabei die zunehmende Relevanz von Nachhaltigkeit:

Besonders prägend war außerdem der Bedeutungsgewinn von Nachhaltigkeit. Wiederverwendbarkeit, Ressourcenschonung und CO2-Betrachtung sind heute zentrale Kriterien - und haben modularen Systemen zusätzliche Relevanz gegeben.

 

ET GLOBAL:

Viele sprechen heute davon, dass Messeauftritte strategischer und erlebnisorientierter werden. Wie verändert das die Rolle modularer Systeme wie octanorm?

Benjamin Bruder:

Modulare Systeme werden dadurch wichtiger, nicht weniger wichtig. Sie schaffen die Grundlage, um Erlebnisräume effizient, flexibel und in hoher Qualität umzusetzen. Ihre Rolle verschiebt sich damit vom reinen Konstruktionsmittel hin zu einer strategischen Infrastruktur: Sie müssen gestalterische Freiheit ermöglichen, technische Integration unterstützen und zugleich wirtschaftlich wie nachhaltig sein.

 

ET GLOBAL:

Was unterschätzen Unternehmen Ihrer Meinung nach am häufigsten, wenn sie einen Messeauftritt planen?

Benjamin Bruder:

Am häufigsten wird unterschätzt, wie wichtig Klarheit ist. Nicht die Standfläche entscheidet, sondern die Präzision der Botschaft: Wen wollen wir erreichen, mit welcher Geschichte und mit welchem Ziel?

Auch die operative Komplexität werde oft zu spät berücksichtigt:

Ein starker Messeauftritt entsteht nur, wenn Konzept, System, Logistik, Montage, Medientechnik, Materialwahl und Timing frühzeitig zusammengedacht werden.

 

Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit im modularen Messebau

ET GLOBAL:

Wo sehen Sie derzeit die spannendsten Innovationen im Messebau: in Architektur, Materialien oder digitalen Technologien?

Benjamin Bruder:

Die spannendsten Innovationen entstehen aktuell an den Schnittstellen. Architektur allein reicht nicht, neue Materialien allein auch nicht und digitale Technologien ebenfalls nicht.

Besonders relevant seien Lösungen, die alles zusammenführen:

Wir sehen große Potenziale bei leichteren, intelligenteren und wiederverwendbaren Materialien, bei integrierter Medientechnik und bei KI-gestützten Planungs- und Designprozessen.

 

ET GLOBAL:

Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Schlüsselthema der Branche. Welche Rolle spielen modulare Systeme dabei und wo sehen Sie Entwicklungspotenzial?

Benjamin Bruder:

Modulare Systeme spielen hier eine Schlüsselrolle. Wiederverwendbarkeit ist einer der wirksamsten Hebel, wenn es um Ressourcenschonung im Messebau geht. Ein System, das über viele Jahre in unterschiedlichen Konfigurationen eingesetzt werden kann, ist einem einmalig produzierten Aufbau in vielerlei Hinsicht überlegen.

Gleichzeitig gebe es noch Entwicklungsspielraum:

Entwicklungspotenzial sehe ich vor allem in zwei Bereichen: erstens in der weiteren Materialoptimierung und zweitens, in besserer Transparenz über Lebenszyklen und CO₂-Wirkungen. Nachhaltigkeit darf nicht nur auf Produktebene gedacht werden, sondern muss das gesamte System betreffen.

 

Beleuchtete Stele mit octanorm Systemprofil und Text zur Wiederverwendbarkeit seit über 46 Jahren, visualisiert nachhaltige modulare Markenräume im Messebau.

ET GLOBAL:

Verändert Nachhaltigkeit die Designfreiheit im Messebau?

Benjamin Bruder:

Ich glaube, der vermeintliche Gegensatz zwischen Designfreiheit und Nachhaltigkeit löst sich zunehmend auf. Gutes nachhaltiges Bauen bedeutet nicht gestalterischen Verzicht, sondern intelligenteres Design. Die Frage ist nicht mehr: Wie bauen wir maximal spektakulär? Sondern: Wie bauen wir maximal wirksam mit minimalem Ressourceneinsatz?

 

Markenwirkung und der Blick in die Zukunft des Messebaus

ET GLOBAL:

In der Zusammenarbeit zwischen Systemhersteller und Messebauunternehmen: Was ist entscheidend, damit aus einer technischen Lösung ein überzeugender Markenraum wird?

Benjamin Bruder:

Entscheidend ist, dass beide Seiten ihre Stärken verstehen und respektieren. Der Systemhersteller muss verlässliche, flexible und intelligente Lösungen liefern. Das Messebauunternehmen übersetzt diese dann in Markenwirkung, räumliche Dramaturgie und Erlebnisqualität.

Der Fokus müsse klar bleiben:

Ein überzeugender Markenraum entsteht immer dann, wenn Technik nicht sichtbar dominiert, sondern Gestaltung ermöglicht. Dafür braucht es einen engen Dialog, frühe Abstimmung und ein gemeinsames Verständnis dafür, dass am Ende nicht das System im Vordergrund steht, sondern die Marke des Kunden.

 

ET GLOBAL:

Welche Rolle werden physische Markenräume in einer zunehmend digitalen Welt künftig spielen?

Benjamin Bruder:

Je digitaler die Welt wird, desto wertvoller werden echte physische Begegnungen. Menschen treffen Entscheidungen nicht nur auf Basis von Informationen, sondern auf Basis von Vertrauen, Atmosphäre und Erlebnissen. Genau das können physische Markenräume leisten wie kaum ein anderes Medium.

Die Zukunft sei hybrid gedacht:

Die Zukunft ist deshalb nicht entweder digital oder physisch, sondern intelligent vernetzt. Der Messestand wird stärker Teil eines größeren Kommunikationsökosystems: mit digitalen Touchpoints, Daten, Content und hybriden Formaten. Aber der reale Raum bleibt zentral, weil er Nähe, Glaubwürdigkeit und emotionale Bindung schafft.

 

ET GLOBAL:

Wenn Sie einen Blick zehn Jahre nach vorne werfen: Wie wird ein Messestand im Jahr 2035 aussehen?

Benjamin Bruder:

Ich glaube, der Messestand 2035 wird deutlich adaptiver, datenbasierter und nachhaltiger sein. Er wird modularer im Kern, aber individueller im Ausdruck. Systeme werden noch flexibler, leichter und intelligenter vernetzbar sein. Gleichzeitig wird der Stand stärker auf unterschiedliche Nutzungsszenarien reagieren können. Von Produktpräsentation über Community-Building bis hin zu Content-Produktion. Außerdem wird der Lebenszyklus viel stärker mitgedacht. Materialien, Wiederverwendung, Transporteffizienz und digitale Planung werden selbstverständlicher Bestandteil jeder Konzeption sein. Der Stand der Zukunft ist nicht nur schön und funktional, sondern auch messbar effizient und verantwortungsvoll gebaut.

 

ET GLOBAL:

Wie verändert KI die Planung und Produktion von Messeständen?

Benjamin Bruder:

KI wird den Messebau nicht ersetzen, aber sie wird ihn deutlich effizienter machen. Sie hilft vor allem in frühen Projektphasen, Ideen schneller zu visualisieren, Varianten zu prüfen und Abstimmungen zu verkürzen. In Zukunft wird sie sicher auch Planung und Umsetzung stärker unterstützen. Aber die entscheidenden Dinge bleiben weiterhin menschlich: Markenverständnis, Kreativität und die Fähigkeit, aus Technik einen überzeugenden Raum zu machen.

 

Persönlicher Abschluss des Interviews

ET GLOBAL:

Gibt es ein Projekt oder einen Moment in Ihrer Karriere, der für Sie besonders zeigt, warum diese Branche so faszinierend ist?

Benjamin Bruder:

Was diese Branche für mich so faszinierend macht, sind vor allem die Menschen. Im Messebau entsteht Erfolg immer im Zusammenspiel vieler Beteiligter - mit Erfahrung, Kreativität, Tempo und enormem Einsatz. Und ich finde es jedes Mal aufs Neue beeindruckend, wie in kürzester Zeit etwas gebaut wird, das für ein paar Tage große Wirkung entfaltet und dann wieder verschwindet. Diese Dynamik und diese besondere Energie machen den Reiz unserer Branche aus.

 

Fazit: Was Unternehmen aus dem Interview konkret mitnehmen können

Das Gespräch zwischen ET GLOBAL und octanorm zeigt sehr deutlich, dass sich der Messebau in den letzten Jahren nicht nur gestalterisch, sondern vor allem strategisch verändert hat.

Drei zentrale Erkenntnisse lassen sich aus dem Interview ableiten:

  1. Modulare Systeme sind keine Einschränkung, sondern eine Voraussetzung für moderne Markenräume. Modularität bedeutet nicht Standardisierung im negativen Sinne, sondern Planungssicherheit, Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit. Gerade in internationalen Setups, bei mehreren Messeauftritten pro Jahr oder wechselnden Flächengrößen ermöglicht ein modulares Kernsystem konsistente Markenwirkung bei gleichzeitig hoher Anpassungsfähigkeit. Entscheidend ist nicht das System an sich, sondern wie es eingesetzt und weitergedacht wird.

  2. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch Systementscheidungen. Das Interview macht deutlich, dass Nachhaltigkeit im Messebau am wirksamsten dort ist, wo Lebenszyklen, Wiederverwendung, Materialwahl und Logistik gemeinsam betrachtet werden. Ein modularer Messestand, der über Jahre hinweg in verschiedenen Konfigurationen genutzt wird, ist ökologisch und wirtschaftlich oft sinnvoller als spektakuläre Einzellösungen. Für Unternehmen bedeutet das: Nachhaltige Messeauftritte beginnen nicht beim Material, sondern bei der strategischen Konzeption.

  3. Der Erfolg eines Messeauftritts entscheidet sich vor dem ersten Bautag. Mehrfach wird betont, wie entscheidend Klarheit in Zielsetzung, Botschaft und Nutzungskonzept ist. Nicht die Standgröße, sondern die Präzision der Markenstory bestimmt die Wirkung. Modulare Systeme, digitale Technologien oder Designlösungen können ihre Stärken nur dann ausspielen, wenn sie frühzeitig integriert und auf ein klares Kommunikationsziel ausgerichtet werden. Messebau ist damit weniger ein Bauprojekt als ein Koordinations- und Übersetzungsprozess zwischen Marke, Raum und Technologie.

Für ET GLOBAL bedeutet das: Messebau endet nicht bei Konstruktion oder Design. Er beginnt bei der Frage, welche Rolle der Raum für die Marke spielen soll, und zwar heute, morgen und über mehrere Jahre hinweg. Die Zusammenarbeit mit Systempartnern wie octanorm zeigt, wie aus technischer Modularität nachhaltige, flexible und wirksame Markenräume entstehen können.

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